Bleiben oder kündigen?

Britta Germek · Emsdetten

>25 Jahre Begleitung von Veränderung

Bleiben oder kündigen? Diese Frage kann über Wochen oder Monate immer wieder auftauchen. An manchen Tagen scheint ein Abschied längst überfällig, an anderen wirken Sicherheit, vertraute Menschen oder fehlende Alternativen wichtiger. Statt Klarheit entsteht ein ständiges inneres Abwägen.

Häufig geht es dabei nicht nur um den aktuellen Arbeitsplatz. Auch finanzielle Verantwortung, Loyalität, Gesundheit, berufliche Entwicklung und die Angst vor einer falschen Entscheidung spielen eine Rolle. Beide Wege können nachvollziehbare Vorteile haben und zugleich mit Verlusten verbunden sein.

Auf dieser Seite beschreibe ich, wie Sie eine vorübergehende schwierige Phase von dauerhaft unpassenden Bedingungen unterscheiden und den Veränderungsspielraum im bestehenden Job prüfen können. Außerdem geht es um persönliche Entscheidungskriterien und eine realistische Vorbereitung möglicher nächster Schritte.


Ich bin Britta Germek.

Bevor Sie weiter­lesen, möchte ich Ihnen kurz etwas über mich erzählen.

Ich lebe in Emsdetten und begleite Menschen in beruflichen Veränderungs­prozessen, in Führungs­fragen und an Übergängen, an denen neue Orientierung wichtig wird. Wenn Sie ein Thema wiedererkennen, sich angesprochen fühlen oder ein Gespräch dazu führen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Sie können mich auch gerne anrufen:
+49 157 9402952


Inhaltsverzeichnis


Wenn sich beide Möglichkeiten falsch anfühlen

Bleiben oder kündigen? Diese Frage entsteht häufig nicht in einem ruhigen Moment, sondern nach längerer Unzufriedenheit, wiederholten Enttäuschungen oder zunehmender Erschöpfung. Gleichzeitig kann der Gedanke an eine Kündigung neue Sorgen auslösen: finanzielle Unsicherheit, fehlende Alternativen oder die Angst, eine vorschnelle Entscheidung zu treffen.

Dadurch entsteht eine belastende Ambivalenz. Im bestehenden Job scheint es kaum weiterzugehen, doch ein Wechsel fühlt sich ebenfalls riskant an. Gespräche mit anderen führen nicht unbedingt zu mehr Klarheit, weil jede Person andere Erfahrungen, Sicherheiten und Maßstäbe mitbringt.

Die Entscheidung zwischen Bleiben und Kündigen lässt sich selten durch eine einfache Pro-und-Contra-Liste lösen. Es geht nicht nur um einzelne Vorteile und Nachteile, sondern um Bindung, Verantwortung, Belastbarkeit, Entwicklungsmöglichkeiten und die Frage, welches Risiko langfristig schwerer wiegt.


Was für das Bleiben spricht

Für einen Verbleib können viele gute Gründe sprechen. Dazu gehören ein verlässliches Einkommen, vertraute Kolleginnen und Kollegen, flexible Arbeitsbedingungen oder Aufgaben, die grundsätzlich sinnvoll erscheinen. Auch gewachsene Beziehungen und Kenntnisse der Organisation haben einen Wert, der bei einem Wechsel nicht automatisch ersetzt wird.

Manchmal besteht außerdem die Hoffnung, dass sich die Situation wieder verbessert. Eine belastende Führungskraft könnte wechseln, ein Projekt endet oder ein angekündigter Veränderungsprozess eröffnet neue Möglichkeiten. Nicht jede schwierige Phase verlangt deshalb sofort nach einer Kündigung.

Entscheidend ist jedoch, ob das Bleiben noch eine bewusste Entscheidung ist oder nur aus Angst, Gewohnheit und fehlenden Alternativen entsteht. Sicherheit kann stabilisieren. Sie kann aber auch dazu führen, dass eine dauerhaft untragbare Situation immer weiter verlängert wird.


Was für eine Kündigung spricht

Eine Kündigung kann sinnvoll werden, wenn wesentliche Bedingungen dauerhaft nicht mehr stimmen. Dazu können anhaltende Überlastung, fehlende Entwicklungsmöglichkeiten, wiederholte Grenzverletzungen oder ein tiefgreifender Widerspruch zwischen den eigenen Werten und der organisationalen Realität gehören.

Auch das Gefühl, im bestehenden Umfeld keine wirksame Position mehr entwickeln zu können, kann bedeutsam sein. Wenn Gespräche, interne Wechselmöglichkeiten und konkrete Veränderungsversuche wiederholt ohne Wirkung bleiben, wird die Frage nach einem Abschied nachvollziehbarer.

Trotzdem ist der Wunsch zu gehen noch keine fertige Entscheidung. Manchmal entsteht er vor allem aus einer akuten Belastung heraus. Dann kann es hilfreich sein, zwischen dem Bedürfnis nach sofortiger Entlastung und einer langfristig tragfähigen beruflichen Veränderung zu unterscheiden.


Belastung oder vorübergehende Phase?

Berufliche Situationen verändern sich. Eine intensive Projektphase, ein Konflikt oder eine Umstrukturierung kann zeitweise sehr belastend sein, ohne dass der gesamte Arbeitsplatz dauerhaft unpassend geworden ist.

Hilfreich ist deshalb die Frage, seit wann die Unzufriedenheit besteht und wie stabil sie über verschiedene Situationen hinweg ist. Gibt es noch Aufgaben, Beziehungen oder Zeiten, in denen die Arbeit stimmig erscheint? Oder wird die Belastung unabhängig von einzelnen Ereignissen immer deutlicher?

Ebenso wichtig ist, ob Erholung außerhalb der Arbeit noch gelingt. Wenn die berufliche Situation dauerhaft in Schlaf, Gesundheit, Beziehungen und Freizeit hineinwirkt, sollte sie nicht nur als gewöhnliche schwierige Phase eingeordnet werden.


Britta Germek beim Systemischen Coaching

Über das Systemische Coaching mit mir

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen in beruflichen Veränderungsprozessen, in der Personalentwicklung und in Führungsfragen. Jede Zusammenarbeit bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Möglichkeiten und ihre eigenen Herausforderungen mit.

Mich interessiert, wie Menschen ihre Rolle erleben, welche Beziehungen sie in ihrem beruflichen Umfeld gestalten und welche Ressourcen sie bereits mitbringen. Im Coaching entsteht Raum, um neue Perspektiven zu entwickeln und stimmige nächste Schritte zu finden.

Das Systemische Coaching bildet den fachlichen Schwerpunkt meiner Arbeit. Auf der folgenden Seite beschreibe ich, wie ich arbeite, welche Haltung mich dabei leitet und für welche Anliegen Coaching aus meiner Sicht besonders hilfreich sein kann.


Bindung, Loyalität und Verantwortung

Viele Menschen bleiben nicht nur wegen des Arbeitsvertrags. Sie fühlen sich Kolleginnen und Kollegen, einem Team, einer Aufgabe oder langjährigen gemeinsamen Erfahrungen verbunden. Eine Kündigung kann sich deshalb wie ein Verlassen anderer Menschen oder wie das Aufgeben von Verantwortung anfühlen.

Diese Bindung ist nicht grundsätzlich problematisch. Sie kann Ausdruck von Verlässlichkeit und Zugehörigkeit sein. Schwierig wird sie, wenn die Verantwortung für das Funktionieren des Teams vollständig bei der eigenen Person landet oder die Bedürfnisse der Organisation dauerhaft wichtiger werden als die eigene Belastungsgrenze.

Loyalität bedeutet nicht, jede Bedingung unbegrenzt mitzutragen. Es kann loyal sein, Probleme klar anzusprechen, Veränderungen einzufordern oder eine Rolle abzugeben, die langfristig nicht mehr tragfähig ist.


Angst vor einer falschen Entscheidung

Die Frage nach einer Kündigung enthält oft den Wunsch nach Sicherheit. Die Entscheidung soll möglichst eindeutig richtig sein und später nicht bereut werden. Diese Gewissheit lässt sich jedoch selten herstellen.

Wer bleibt, verzichtet möglicherweise auf Entwicklung oder Entlastung. Wer kündigt, gibt Sicherheit auf und kann erst später beurteilen, wie tragfähig der neue Weg ist. Beide Möglichkeiten enthalten Verluste und Risiken.

Hilfreicher als die Suche nach einer fehlerfreien Entscheidung kann die Frage sein, welche Unsicherheit eher getragen werden kann. Ebenso wichtig ist, welche Folgen bei beiden Wegen beeinflussbar sind und welche nicht.


Was sich im bestehenden Job verändern lässt

Vor einer Kündigung kann es sinnvoll sein, den tatsächlichen Veränderungsspielraum im bestehenden Arbeitsverhältnis zu prüfen. Vielleicht lassen sich Aufgaben, Arbeitszeit, Verantwortungsumfang oder Zusammenarbeit neu verhandeln.

Auch ein interner Wechsel, eine andere Rolle oder eine klare Begrenzung zusätzlicher Aufgaben kann neue Perspektiven eröffnen. Entscheidend ist, ob die Organisation bereit und in der Lage ist, konkrete Veränderungen zu tragen.

Dabei sollte nicht nur auf Zusagen geachtet werden. Wichtig ist, ob bereits erkennbare Schritte folgen, Zuständigkeiten geklärt werden und Veränderungen im Alltag tatsächlich spürbar werden.


Eine Kündigung realistisch prüfen

Eine Kündigung ist nicht nur eine innere Entscheidung. Sie hat finanzielle, vertragliche und organisatorische Folgen. Kündigungsfristen, Rücklagen, mögliche Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld und bestehende Verpflichtungen sollten deshalb frühzeitig berücksichtigt werden.

Ebenso wichtig ist die Frage nach Alternativen. Muss zunächst eine neue Stelle gefunden werden? Ist eine Übergangsphase finanzierbar? Welche Arbeitsbedingungen sollen künftig anders sein, damit nicht nur der Arbeitsplatz, sondern auch die zugrunde liegende Belastungssituation wechselt?

Eine realistische Prüfung soll nicht vom Kündigen abhalten. Sie hilft, den Schritt so vorzubereiten, dass er nicht allein aus akutem Druck heraus erfolgt. Bei rechtlichen oder finanziellen Fragen können fachkundige Beratungsstellen notwendig sein.


Eigene Kriterien entwickeln

In einer festgefahrenen Entscheidung werden häufig immer neue Argumente gesammelt. Dadurch wächst die Menge an Informationen, ohne dass klarer wird, welche davon wirklich ausschlaggebend sind.

Hilfreicher kann es sein, wenige persönliche Kriterien zu entwickeln. Dazu können Gesundheit, finanzielle Sicherheit, Gestaltungsspielraum, Sinn, Entwicklung, Vereinbarkeit oder die Qualität der Zusammenarbeit gehören.

Diese Kriterien müssen nicht alle gleichzeitig erfüllt sein. Sie helfen jedoch zu erkennen, welche Bedingungen unverzichtbar sind, wo Kompromisse möglich bleiben und an welcher Stelle eine Grenze erreicht ist.


Die Entscheidung nicht erzwingen

Nicht jede berufliche Entscheidung muss sofort getroffen werden. Manchmal ist zunächst ein Zwischenschritt sinnvoll: Informationen einholen, Bewerbungen schreiben, ein Gespräch führen oder eine konkrete Veränderung im bestehenden Job ausprobieren.

Solche Schritte können die Entscheidung nicht vollständig abnehmen. Sie verändern jedoch die Ausgangslage. Aus einer rein gedanklichen Abwägung entstehen neue Erfahrungen, auf deren Grundlage sich Bleiben oder Gehen realistischer beurteilen lässt.

Gleichzeitig sollte Aufschub nicht zur dauerhaften Vermeidung werden. Wenn immer neue Bedingungen erfüllt sein müssen, bevor eine Entscheidung möglich erscheint, kann auch das ein Hinweis darauf sein, dass Sicherheit gesucht wird, die es in dieser Frage nicht geben wird.


Wie Coaching unterstützen kann

Im Coaching kann die Entscheidung zwischen Bleiben und Kündigen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Dabei geht es nicht darum, Ihnen die Entscheidung abzunehmen oder eine Kündigung grundsätzlich als mutigen Schritt zu bewerten.

Gemeinsam lässt sich klären, welche Belastungen vorübergehend und welche strukturell sind, welche Bindungen Ihre Entscheidung beeinflussen und welche realistischen Veränderungsmöglichkeiten bestehen. Auch widersprüchliche Bedürfnisse dürfen nebeneinander stehen.

Ziel ist eine Entscheidung, die nicht frei von Unsicherheit sein muss, aber auf eigenen Kriterien, ausreichenden Informationen und einem realistischen Blick auf beide Wege beruht.


Hinweis zur Entstehung: Dieser Fachtext wurde mit Unterstützung generativer KI redaktionell ausgearbeitet. Inhaltliche Konzeption und fachliche Verantwortung liegen bei den Betreibern dieser Website. Texte, die auf besonderes Interesse stoßen, werden redaktionell weiterentwickelt.

Wichtige Internetseiten

Wenn Sie eine Kündigung erwägen und sich über arbeitsrechtliche, finanzielle und gesundheitliche Aspekte informieren möchten, bieten diese Seiten zusätzliche Orientierung.

Die Seiten informieren über mögliche Auswirkungen einer selbst ausgesprochenen Kündigung auf das Arbeitslosengeld, gesetzliche und vertragliche Kündigungsfristen sowie gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz. Vor einer Kündigung können eine individuelle Beratung durch die Agentur für Arbeit und bei rechtlichen Fragen eine fachkundige arbeitsrechtliche Beratung sinnvoll sein.


Fragen & Antworten

Woher weiß ich, ob ich kündigen oder bleiben sollte?
Eine eindeutige Antwort gibt es häufig nicht. Hilfreich ist, zwischen einer vorübergehenden schwierigen Phase und dauerhaft unpassenden Bedingungen zu unterscheiden. Eigene Kriterien wie Gesundheit, Sicherheit, Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitsinhalt und Vereinbarkeit können die Entscheidung übersichtlicher machen.
Sollte ich erst kündigen, wenn ich eine neue Stelle habe?
Das hängt von Ihrer finanziellen Situation, Ihrer gesundheitlichen Belastung und Ihren beruflichen Möglichkeiten ab. Eine neue Stelle bietet mehr Sicherheit. In manchen Situationen kann ein längerer Verbleib jedoch ebenfalls erhebliche Folgen haben. Wichtig ist, beide Wege einschließlich ihrer finanziellen und persönlichen Konsequenzen realistisch zu prüfen.
Kann eine eigene Kündigung zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld führen?
Eine selbst ausgesprochene Kündigung kann Auswirkungen auf den Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und insbesondere zu einer Sperrzeit führen. Ob ein wichtiger Grund anerkannt wird, hängt vom Einzelfall ab. Lassen Sie sich deshalb möglichst vor der Kündigung von der Agentur für Arbeit beraten.
Was kann ich vor einer Kündigung noch ausprobieren?
Je nach Situation können ein Gespräch über Aufgaben und Belastung, eine Verringerung oder Veränderung des Verantwortungsumfangs, ein interner Wechsel oder eine Anpassung der Arbeitszeit sinnvoll sein. Entscheidend ist, ob daraus verbindliche und im Alltag erkennbare Veränderungen entstehen.
Ist eine Kündigung ein Zeichen dafür, dass ich aufgegeben habe?
Eine Kündigung kann ebenso eine verantwortliche Entscheidung sein wie ein bewusstes Bleiben. Ausschlaggebend ist nicht, welcher Weg mutiger wirkt, sondern ob die Entscheidung zu Ihren Bedingungen, Grenzen und langfristigen Zielen passt.

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Björn Germek in der Vertikalen Praxis

Vertikale Praxis mit Björn Germek

Seit unserer Rückkehr ins Münsterland entwickeln Björn und ich systheco gemeinsam als nebenberufliches Projekt.

Oft, wenn ich an seiner Bürotür vorbeikomme, sitzt er an einem neuen Text oder einer Idee. Ich erlebe, mit welcher Beharrlichkeit er Fragen verfolgt, die ihn beschäftigen. Er gibt sich nie mit schnellen Antworten zufrieden, sondern entwickelt seine Gedanken über viele Jahre hinweg kontinuierlich weiter.

Seit anderthalb Jahrzehnten beobachte ich seine Beschäftigung mit der Vertikalen Praxis als eigenständigem Zugang zu Fragen menschlicher Entwicklung. Manchmal nutze ich einzelne Gedanken daraus auch in meinen Coaching-Formaten. Das Prinzip „Kraft gegen Kraft“ macht vertraute Muster oft unmittelbar körperlich erfahrbar und eröffnet dadurch neue Perspektiven.


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