Der Mystiker

Björn Germek

Emsdetten · Entwickler der Vertikalen Praxis

Der Mystiker ist für mich ein innerer Erfahrungsraum. Er beschreibt jene Momente, in denen sich Vertrautes verändert und ein neuer Blick auf das eigene Erleben entstehen kann.

Seit vielen Jahren begleitet mich die Frage, wie Menschen Übergänge erleben und wodurch innere Präsenz wachsen kann. Aus dieser Auseinandersetzung ist mein Verständnis des Mystikers entstanden.

Ich schreibe diese Seite für Menschen, die sich für solche Übergänge interessieren und meinen Gedanken dazu folgen möchten.


Moin, ich bin der Björn.

Bevor du weiterliest, möchte ich dir kurz etwas darüber erzählen, was ich mache und warum es diesen Text gibt.

Ich lebe in Emsdetten und habe Hunderte von Stunden investiert, um die Inhalte dieser Website zu erstellen. Mir ist wichtig, dass du weißt, bei wem du gelandet bist. Die Texte sind Teil meiner freiberuflichen Arbeit. Ich veröffentliche sie, weil mich die Themen beschäftigen und weil ich gerne Wissen teile. Genauso wichtig ist mir der Kontakt zu den Menschen, die hier lesen. Deshalb verstehe ich diese Seite als ein Beziehungsangebot. Wenn dich etwas berührt, interessiert oder beschäftigt, freue ich mich über eine Nachricht von dir.


Inhaltsverzeichnis


Kurz erklärt

Wenn ich vom Mystiker spreche, meine ich keinen Menschentyp. Ich beschreibe damit einen inneren Funktionsbereich, der besonders in Zeiten von Übergängen an Bedeutung gewinnen kann.

Vielleicht kennst du Momente, in denen vieles verstanden ist und trotzdem keine stimmige Bewegung entsteht. Aus meiner Erfahrung hilft es dann, den Blick weniger auf die nächste Antwort zu richten und mehr auf die Qualität der eigenen Präsenz. Genau dort verorte ich den Mystiker: Präsenz im Übergang.


Einordnung

Der Begriff Mystiker ist aus meiner Auseinandersetzung mit der analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung, der Transaktionsanalyse und der Vertikalen Praxis entstanden. Ich nutze ihn für einen funktionalen Erfahrungsmodus, in dem Wahrnehmung und Präsenz mehr Gewicht bekommen als Planung und Bewertung.

Solche Phasen begegnen vielen Menschen. Manchmal verändern sich vertraute Sicherheiten. Manchmal entsteht innerlich Raum für etwas Neues. Für mich beschreibt der Mystiker die Art, wie wir diesem Raum begegnen können.


Die Lücke als psychologischer Erfahrungsraum

Immer wieder erzählen mir Menschen von Zeiten, in denen sich das Leben verändert. Vertraute Orientierung verliert an Kraft, während eine neue Richtung erst langsam sichtbar wird. Genau diesen Zwischenraum nenne ich die Lücke.

Die Lücke ist für mich kein Fehler, sondern ein Erfahrungsraum. Sie fordert Geduld und Aufmerksamkeit. Gerade dort können Eindrücke, Körperempfindungen und innere Bewegungen deutlicher wahrnehmbar werden.

Der Mystiker beschreibt die Fähigkeit, sich auf diesen Raum einzulassen und wahrzunehmen, was sich nach und nach zeigen möchte.


Nichtwissen als innere Haltung

Ein wichtiger Teil des Mystikers ist die Fähigkeit, Nichtwissen auszuhalten. Manche Fragen brauchen Zeit. Manche Antworten entstehen erst während des Gehens.

In dieser Haltung richtet sich die Aufmerksamkeit stärker auf das eigene Erleben. Körperliche Empfindungen, Stimmungen und feine innere Veränderungen bekommen Raum, ohne sofort in eine Erklärung oder Entscheidung zu münden.

Aus meiner Erfahrung wächst daraus häufig eine neue Form von Orientierung. Sie entsteht weniger durch Nachdenken als durch einen lebendigen Kontakt mit sich selbst.


Björn Germek in der Vertikalen Praxis

Vertikale Praxis - Körperpsychotherapie

Im Kopf dieser Seite habe ich mich bereits als „Entwickler der Vertikalen Praxis“ vorgestellt. Vielleicht fragst du dich, was damit gemeint ist.

Der Begriff Vertikale Praxis beschreibt meinen Ansatz der körperpsychotherapeutischen Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten. Er hat sich über etwa zwei Jahrzehnte aus meiner intensiven Auseinandersetzung mit Kampfkünsten, der Transaktionsanalyse nach Eric Berne und der konkreten Arbeit mit Menschen entwickelt. Es berührt mich, wenn Menschen mir ihr Vertrauen schenken und in der direkten körperlichen Begegnung nach und nach durchlässiger werden. Wenn dich interessiert, was da genau passiert, lade ich dich herzlich ein, auf der Seite zur Vertikalen Praxis weiterzulesen.


Präsenz ohne Zielorientierung

Immer wieder erlebe ich, dass Menschen sich nach einer klaren Richtung sehnen. Gleichzeitig gibt es Phasen, in denen das Leben zunächst nach Aufmerksamkeit verlangt. Genau darin sehe ich die Qualität des Mystikers.

Präsenz bedeutet für mich, dem eigenen Erleben Zeit zu geben. Wahrnehmung wird feiner. Der Körper meldet sich deutlicher. Gedanken verlieren etwas von ihrer Eile. Oft entsteht daraus ein anderes Gespür für den nächsten Schritt.

Diese Haltung lässt sich kaum erzwingen. Sie wächst dort, wo Menschen bereit sind, sich ihrer eigenen Erfahrung zuzuwenden.


Bedeutung für meine Arbeit

Der Mystiker begleitet meine Arbeit seit vielen Jahren. Besonders in Zeiten persönlicher Veränderungen erlebe ich immer wieder, wie wertvoll diese innere Haltung werden kann.

Viele Menschen möchten möglichst schnell wieder Klarheit gewinnen. Aus meiner Erfahrung entsteht tragfähige Orientierung häufig auf einem anderen Weg. Sie entwickelt sich aus einem lebendigen Kontakt mit dem eigenen Erleben.

Auch die Vertikale Praxis greift diesen Gedanken auf. Sie lädt dazu ein, Wahrnehmung zu vertiefen und den eigenen Erfahrungen Raum zu geben.


Abgrenzung

Der Mystiker beschreibt für mich eine innere Haltung. Er ist weder Persönlichkeitstyp noch spirituelles Ideal.

Jeder Mensch kennt Zeiten, in denen andere Qualitäten gefragt sind. Der Mystiker steht deshalb nicht über anderen inneren Funktionsbereichen, sondern ergänzt sie.


Zusammenfassung

Der Mystiker steht für Präsenz im Übergang. Er richtet den Blick auf Wahrnehmung, Geduld und den Kontakt mit dem eigenen Erleben.

Diese Gedanken sind über viele Jahre aus meiner Arbeit mit Menschen, aus der Vertikalen Praxis und aus meiner Auseinandersetzung mit analytischer Psychologie entstanden. Vielleicht regen sie auch dich dazu an, Übergänge aus einer neuen Perspektive zu betrachten.


Fragen & Antworten

Ist der Mystiker ein Persönlichkeitstyp?
So verwende ich den Begriff nicht. Für mich beschreibt der Mystiker einen inneren Funktionsbereich, der besonders in Zeiten von Übergängen erfahrbar werden kann.
Kann ich diese Haltung bewusst einnehmen?
Aus meiner Erfahrung wächst diese Haltung eher durch Aufmerksamkeit als durch eine bestimmte Technik. Sie entwickelt sich oft dann, wenn Menschen ihrem eigenen Erleben Raum geben.
Welche Verbindung gibt es zur Vertikalen Praxis?
Die Vertikale Praxis greift viele dieser Gedanken auf. Dort steht die Erfahrung im Mittelpunkt: Wahrnehmung, Präsenz und die Begegnung mit dem eigenen Erleben.

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Porträt von Britta Germek

Systemisches Coaching mit Britta Germek

Britta und ich sind verheiratet und Eltern eines tollen Jungen. Seit unserer Rückkehr ins Münsterland entwickeln wir systheco als gemeinsames, nebenberufliches Projekt. Während ich in meinem Büro sitze und neue Texte schreibe, höre ich sie nebenan telefonieren. Nicht laut, aber ausreichend, um die Direktheit ihrer Stimme wahrzunehmen.

Als wir noch in Köln lebten, arbeitete Britta bei den Ford-Werken. Dort begleitete sie Führungskräfte unterschiedlicher Bereiche in Veränderungsprozessen. Britta mag die Zusammenarbeit mit hemdsärmeligen Leuten. Sie bleibt beharrlich, bis die Dinge auf den Punkt kommen. Gleichzeitig hat sie Geduld, wenn Menschen Zeit brauchen, Beobachtungen anzunehmen.



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