Feedback geben und annehmen

Britta Germek · Emsdetten

>25 Jahre Begleitung von Veränderung

Rückmeldungen gehören zum beruflichen Alltag und sind trotzdem oft mit Spannung verbunden. Wer Kritik äußert, möchte etwas klären oder verbessern und fürchtet zugleich, das Gegenüber zu verletzen oder eine Abwehrreaktion auszulösen. Wer Feedback erhält, hört möglicherweise mehr als nur einen Hinweis zu einer konkreten Aufgabe und erlebt die Rückmeldung schnell als Bewertung der eigenen Kompetenz oder Person.

Besonders schwierig wird es, wenn Erwartungen vorher nicht klar benannt wurden, Kritik lange zurückgehalten wird oder Rückmeldungen nur dann erfolgen, wenn bereits etwas schiefgelaufen ist. Dann fehlt häufig das Vertrauen, dass Feedback tatsächlich der Entwicklung dient. Statt Orientierung entstehen Rechtfertigung, Rückzug oder das Gefühl, sich verteidigen zu müssen.

Auf dieser Seite geht es darum, wie Rückmeldungen klar und respektvoll gegeben, bewusster angenommen und im Arbeitsalltag verbindlicher genutzt werden können. Coaching kann dabei unterstützen, schwierige Gespräche vorzubereiten, die eigene Wirkung zu reflektieren und eine Feedbackkultur zu entwickeln, in der Kritik, Anerkennung und unterschiedliche Sichtweisen Platz haben.


Ich bin Britta Germek.

Bevor Sie weiter­lesen, möchte ich Ihnen kurz etwas über mich erzählen.

Ich lebe in Emsdetten und begleite Menschen in beruflichen Veränderungs­prozessen, in Führungs­fragen und an Übergängen, an denen neue Orientierung wichtig wird. Wenn Sie ein Thema wiedererkennen, sich angesprochen fühlen oder ein Gespräch dazu führen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Sie können mich auch gerne anrufen:
+49 157 9402952


Inhaltsverzeichnis


Wenn ein Gespräch mehr auslöst als erwartet

Rückmeldungen gehören zum Berufsalltag. Sie sollen Orientierung geben, Entwicklung ermöglichen und helfen, Zusammenarbeit verlässlicher zu gestalten. Trotzdem werden sie häufig hinausgezögert, vorsichtig verpackt oder erst dann ausgesprochen, wenn sich bereits Ärger angesammelt hat.

Auch das Annehmen von Rückmeldungen kann schwerfallen. Selbst sachlich gemeinte Hinweise berühren manchmal das eigene Selbstbild, die berufliche Kompetenz oder die Sorge, Erwartungen nicht erfüllt zu haben. Dann richtet sich die Aufmerksamkeit schnell auf Rechtfertigung, Verteidigung oder die Frage, ob die Kritik überhaupt berechtigt ist.

Coaching kann dabei unterstützen, Rückmeldungen weder als Angriff noch als bloße Technik zu betrachten. Entscheidend ist, was konkret geklärt werden soll, wie Verantwortung verteilt ist und welche Form des Gesprächs Entwicklung tatsächlich ermöglicht. So kann Feedback klarer werden, ohne unnötig zu verletzen, und besser angenommen werden, ohne jede Aussage ungeprüft übernehmen zu müssen.


Warum Feedback schnell Spannung auslöst

Rückmeldungen beziehen sich meist auf eine konkrete Aufgabe oder ein bestimmtes Verhalten. Trotzdem werden sie leicht als Bewertung der ganzen Person erlebt. Besonders dann, wenn Erwartungen vorher nicht deutlich ausgesprochen wurden, kann Kritik unfair oder überraschend wirken.

Auch Hierarchien beeinflussen das Gespräch. Eine beiläufige Bemerkung der Führungskraft kann für Mitarbeitende deutlich mehr Gewicht haben, als beabsichtigt war. Umgekehrt fällt es Beschäftigten häufig schwer, Vorgesetzten eine kritische Rückmeldung zu geben, wenn unklar ist, wie offen Widerspruch tatsächlich erwünscht ist.

Hinzu kommen frühere Erfahrungen. Wer wiederholt nur dann Rückmeldung erhalten hat, wenn etwas nicht funktioniert hat, verbindet Feedback möglicherweise mit Fehlern, Kontrolle oder drohenden Konsequenzen. Wer dagegen fast ausschließlich gelobt wurde, kann sachliche Kritik als unerwartete Abwertung erleben.

Kritik klar und respektvoll ansprechen

Hilfreiches Feedback bleibt möglichst nah an einer konkreten Beobachtung. Statt einer Person eine allgemeine Eigenschaft zuzuschreiben, wird beschrieben, welches Verhalten wahrgenommen wurde und welche Folgen daraus entstanden sind. Dadurch wird deutlicher, worüber gesprochen werden soll und was sich künftig verändern könnte.

Ebenso wichtig ist der Zeitpunkt. Kritik zwischen Tür und Angel oder vor anderen Teammitgliedern erzeugt leicht Abwehr und Beschämung. Ein ruhiger Rahmen signalisiert, dass es um Klärung geht und nicht darum, jemanden bloßzustellen.

Rückmeldungen werden außerdem verständlicher, wenn Erwartungen konkret benannt werden. „Kommunizieren Sie besser“ lässt offen, was genau gemeint ist. Eine klare Vereinbarung darüber, welche Informationen wann weitergegeben werden sollen, schafft dagegen eine überprüfbare Grundlage.

Respektvolle Rückmeldung bedeutet nicht, Schwieriges möglichst weich zu formulieren. Entscheidend ist, klar über Verhalten und Auswirkungen zu sprechen, ohne die Person als Ganzes abzuwerten.


Britta Germek beim Systemischen Coaching

Über das Systemische Coaching mit mir

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen in beruflichen Veränderungsprozessen, in der Personalentwicklung und in Führungsfragen. Jede Zusammenarbeit bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Möglichkeiten und ihre eigenen Herausforderungen mit.

Mich interessiert, wie Menschen ihre Rolle erleben, welche Beziehungen sie in ihrem beruflichen Umfeld gestalten und welche Ressourcen sie bereits mitbringen. Im Coaching entsteht Raum, um neue Perspektiven zu entwickeln und stimmige nächste Schritte zu finden.

Das Systemische Coaching bildet den fachlichen Schwerpunkt meiner Arbeit. Auf der folgenden Seite beschreibe ich, wie ich arbeite, welche Haltung mich dabei leitet und für welche Anliegen Coaching aus meiner Sicht besonders hilfreich sein kann.


Rückmeldungen annehmen und einordnen

Feedback anzunehmen bedeutet nicht, jeder Einschätzung sofort zuzustimmen. Ein erster Schritt kann darin bestehen, zunächst genau zuzuhören und zu klären, worauf sich die Rückmeldung bezieht. Konkrete Beispiele helfen, allgemeine Aussagen besser einzuordnen.

Wenn eine Rückmeldung starke Abwehr auslöst, lohnt sich oft eine kurze Pause. Die erste emotionale Reaktion muss nicht sofort über die weitere Antwort entscheiden. Mit etwas Abstand lässt sich besser prüfen, welcher Anteil hilfreich ist, welche Fragen offenbleiben und wo eine andere Perspektive vertreten werden sollte.

Auch ungeschickt formulierte Kritik kann einen wichtigen Hinweis enthalten. Umgekehrt muss nicht jede Rückmeldung zutreffen. Professioneller Umgang bedeutet deshalb, zwischen Inhalt, Form und möglicher Absicht zu unterscheiden, statt alles vollständig zurückzuweisen oder ungeprüft zu übernehmen.


Eine tragfähige Feedbackkultur entwickeln

Eine gute Feedbackkultur entsteht nicht durch einzelne Jahresgespräche oder festgelegte Gesprächsformeln. Sie entwickelt sich dort, wo Rückmeldungen regelmäßig, konkret und in beide Richtungen möglich sind. Dadurch verlieren sie einen Teil ihres Ausnahmecharakters.

Wichtig ist außerdem, dass nicht nur Fehler und Defizite angesprochen werden. Auch hilfreiches Verhalten, gelungene Zusammenarbeit und sichtbare Entwicklung verdienen konkrete Rückmeldung. Allgemeines Lob wirkt dabei oft weniger als eine genaue Beschreibung dessen, was einen Unterschied gemacht hat.

Führungskräfte prägen diese Kultur besonders stark. Wer selbst nach Rückmeldung fragt, bei Kritik nicht sofort in Verteidigung geht und sichtbar mit Hinweisen arbeitet, macht deutlich, dass Feedback nicht nur von oben nach unten gilt.


Wie Coaching unterstützen kann

Coaching kann helfen, schwierige Rückmeldungen vorzubereiten oder bereits geführte Gespräche auszuwerten. Dabei wird betrachtet, was geklärt werden sollte, welche Wirkung die eigene Kommunikation hatte und warum bestimmte Reaktionen so stark ausgefallen sind.

Auch wiederkehrende Muster können sichtbar werden. Manche Menschen vermeiden Kritik lange und sprechen sie erst unter großem Druck aus. Andere reagieren auf Rückmeldungen sofort mit Rechtfertigung oder Selbstzweifeln. Wenn diese Muster besser verstanden werden, entstehen neue Möglichkeiten im Umgang mit ihnen.

Ziel ist nicht, jedes Feedbackgespräch konfliktfrei zu gestalten. Es geht darum, Rückmeldungen klarer zu geben, bewusster anzunehmen und auch bei unterschiedlichen Einschätzungen im Gespräch zu bleiben.

Hinweis zur Entstehung: Dieser Fachtext wurde mit Unterstützung generativer KI redaktionell ausgearbeitet. Inhaltliche Konzeption und fachliche Verantwortung liegen bei den Betreibern dieser Website. Texte, die auf besonderes Interesse stoßen, werden redaktionell weiterentwickelt.

Wichtige Internetseiten

Wenn Sie sich weiter mit Feedback, Gesprächskultur und dem Umgang mit Rückmeldungen im beruflichen Alltag beschäftigen möchten, bieten diese Internetseiten fundierte Informationen und praktische Orientierung.

• Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – Rückmeldung am Arbeitsplatz
https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/F2353-2c.pdf

• Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung – Kommunikation und Feedback
https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3757

• Initiative Neue Qualität der Arbeit – Gesunde Mitarbeitende: Tipps für Führungskräfte
https://www.inqa.de/DE/themen/gesundheit/gesunde-arbeitsorganisation/gesund-fuehren-10-tipps-fuer-fuehrungskraefte.html

• Initiative Neue Qualität der Arbeit – Gesunde Unternehmenskultur entwickeln
https://www.inqa.de/DE/themen/gesundheit/gesunde-arbeitsorganisation/unternehmenskultur-entwickeln.html

Die verlinkten Seiten ergänzen die Inhalte dieser Seite um arbeitswissenschaftliche und praxisbezogene Perspektiven auf Feedback, Führung, Gesprächskultur und soziale Beziehungen am Arbeitsplatz.


Fragen & Antworten

Wie gebe ich kritisches Feedback, ohne persönlich zu verletzen?
Hilfreich ist es, eine konkrete Beobachtung, ihre Auswirkungen und die gewünschte Veränderung zu benennen. Allgemeine Urteile über den Charakter oder die Fähigkeiten einer Person führen dagegen leicht zu Abwehr und lassen offen, welches Verhalten sich tatsächlich ändern soll.
Wie gehe ich mit einer Rückmeldung um, die ich für ungerecht halte?
Sie müssen einer Rückmeldung nicht sofort zustimmen. Fragen Sie zunächst nach konkreten Situationen und versuchen Sie, Inhalt und Form voneinander zu unterscheiden. Anschließend können Sie prüfen, welchen Anteil Sie nachvollziehen können und an welcher Stelle Sie eine andere Sicht vertreten möchten.
Warum reagiere ich auf Kritik so empfindlich?
Rückmeldungen können das berufliche Selbstbild, frühere Erfahrungen oder die Sorge berühren, Erwartungen nicht zu erfüllen. Eine starke Reaktion bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Sie nicht mit Kritik umgehen können. Sie kann ein Hinweis darauf sein, dass die Rückmeldung für Sie eine weitergehende Bedeutung bekommen hat.
Wie entsteht eine gute Feedbackkultur im Team?
Eine tragfähige Feedbackkultur entsteht durch regelmäßige und konkrete Rückmeldungen in beide Richtungen. Dazu gehören kritische Hinweise ebenso wie die Anerkennung hilfreichen Verhaltens. Entscheidend ist außerdem, dass Rückmeldungen sichtbar aufgegriffen werden und nicht ohne erkennbare Folgen bleiben.
Kann Coaching bei schwierigen Feedbackgesprächen helfen?
Coaching kann dabei unterstützen, ein Gespräch vorzubereiten, die eigene Wirkung zu reflektieren und wiederkehrende Muster im Geben oder Annehmen von Rückmeldungen zu verstehen. Auch bereits geführte Gespräche können ausgewertet und neue Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Teilen

Wenn Sie diese Inhalte weitergeben möchten, kopieren Sie hier den Link zur Seite und sende ihn an eine Person Ihrer Wahl.


Björn Germek in der Vertikalen Praxis

Vertikale Praxis mit Björn Germek

Seit unserer Rückkehr ins Münsterland entwickeln Björn und ich systheco gemeinsam als nebenberufliches Projekt.

Oft, wenn ich an seiner Bürotür vorbeikomme, sitzt er an einem neuen Text oder einer Idee. Ich erlebe, mit welcher Beharrlichkeit er Fragen verfolgt, die ihn beschäftigen. Er gibt sich nie mit schnellen Antworten zufrieden, sondern entwickelt seine Gedanken über viele Jahre hinweg kontinuierlich weiter.

Seit anderthalb Jahrzehnten beobachte ich seine Beschäftigung mit der Vertikalen Praxis als eigenständigem Zugang zu Fragen menschlicher Entwicklung. Manchmal nutze ich einzelne Gedanken daraus auch in meinen Coaching-Formaten. Das Prinzip „Kraft gegen Kraft“ macht vertraute Muster oft unmittelbar körperlich erfahrbar und eröffnet dadurch neue Perspektiven.


Themenübersicht öffnen