Im Coaching richtet sich die Aufmerksamkeit häufig zuerst auf das, was nicht funktioniert. Belastungen und Konflikte stehen verständlicherweise im Vordergrund.
Ressourcenorientierung erweitert diesen Blick. Sie fragt, welche Fähigkeiten und Erfahrungen bereits vorhanden sind und in welchen Situationen eine Person handlungsfähig bleibt.
Dabei geht es nicht nur um persönliche Stärken. Auch Beziehungen und klare organisatorische Bedingungen können wichtige Ressourcen sein.
Auf dieser Seite erkläre ich, wie Ressourcen im systemischen Coaching verstanden werden. Es geht um bereits Gelingendes und den jeweiligen Kontext sowie um die Grenze zwischen hilfreicher Ressourcenorientierung und bloßem positiven Denken.
Ich bin Britta Germek.
Bevor Sie weiterlesen, möchte ich Ihnen kurz etwas über mich erzählen.
Ich lebe in Emsdetten und begleite Menschen in beruflichen Veränderungsprozessen, in Führungsfragen und an Übergängen, an denen neue Orientierung wichtig wird. Wenn Sie ein Thema wiedererkennen, sich angesprochen fühlen oder ein Gespräch dazu führen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht.
Was Ressourcenorientierung im systemischen Coaching bedeutet
Menschen kommen häufig ins Coaching, weil etwas nicht mehr funktioniert oder eine berufliche Situation belastend geworden ist. Der Blick richtet sich dann verständlicherweise zunächst auf das Problem und seine möglichen Ursachen.
Ressourcenorientierung erweitert diese Betrachtung. Sie fragt, welche Fähigkeiten und Erfahrungen bereits vorhanden sind und unter welchen Bedingungen eine Person bisher handlungsfähig war. Ebenso werden Beziehungen und organisatorische Möglichkeiten einbezogen.
Dabei werden Schwierigkeiten nicht kleingeredet. Ressourcenorientierung bedeutet, neben den Belastungen auch die Voraussetzungen wahrzunehmen, an die eine Veränderung anschließen kann.
Ressourcen sind mehr als persönliche Stärken
Ressourcen werden häufig mit Eigenschaften wie Belastbarkeit oder Durchsetzungsfähigkeit gleichgesetzt. Im systemischen Coaching wird der Begriff weiter gefasst.
Eine Ressource kann eine fachliche Erfahrung oder eine hilfreiche Beziehung sein. Auch eine klare Rolle oder ein verlässlicher Entscheidungsweg kann dazu beitragen, dass eine Person handlungsfähig bleibt.
Damit liegt eine Ressource nicht ausschließlich in der Person. Ihre Wirkung hängt davon ab, ob sie im jeweiligen Zusammenhang verfügbar ist und tatsächlich genutzt werden kann.
Bereits Gelingendes sichtbar machen
Belastende Situationen wirken häufig umfassender, als sie im Alltag tatsächlich sind. Eine Führungskraft kann den Eindruck haben, Konflikte grundsätzlich nicht gut ansprechen zu können, obwohl es einzelne Situationen gibt, in denen ihr genau das gelingt.
Ressourcenorientierte Fragen richten die Aufmerksamkeit auf solche Ausnahmen. Sie untersuchen, was in diesen Situationen anders war und welchen eigenen Beitrag die Person geleistet hat.
Dadurch wird das Problem nicht bestritten. Es wird genauer eingegrenzt. Zugleich werden Erfahrungen sichtbar, an die bei der Entwicklung nächster Schritte angeknüpft werden kann.
Über das Systemische Coaching mit mir
Seit vielen Jahren begleite ich Menschen in beruflichen Veränderungsprozessen, in der Personalentwicklung und in Führungsfragen. Jede Zusammenarbeit bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Möglichkeiten und ihre eigenen Herausforderungen mit.
Mich interessiert, wie Menschen ihre Rolle erleben, welche Beziehungen sie in ihrem beruflichen Umfeld gestalten und welche Ressourcen sie bereits mitbringen. Im Coaching entsteht Raum, um neue Perspektiven zu entwickeln und stimmige nächste Schritte zu finden.
Das Systemische Coaching bildet den fachlichen Schwerpunkt meiner Arbeit. Auf der folgenden Seite beschreibe ich, wie ich arbeite, welche Haltung mich dabei leitet und für welche Anliegen Coaching aus meiner Sicht besonders hilfreich sein kann.
Eine Fähigkeit wirkt nicht in jeder Situation auf dieselbe Weise. Sorgfalt kann bei komplexen Aufgaben hilfreich sein und unter hohem Zeitdruck zu einer Belastung werden. Direktheit kann Orientierung schaffen und in einem angespannten Gespräch zusätzlichen Widerstand auslösen.
Systemische Ressourcenorientierung fragt deshalb nicht nur, welche Stärke eine Person besitzt. Sie untersucht, in welchem Zusammenhang diese Fähigkeit hilfreich wird und welche Bedingungen ihre Nutzung erleichtern.
Dadurch können auch bislang problematisch bewertete Verhaltensweisen differenzierter betrachtet werden. Entscheidend ist, ob sie in einer bestimmten Situation eine nützliche Funktion erfüllen und wie flexibel sie eingesetzt werden können.
Beziehungen und soziale Unterstützung als Ressourcen
Berufliche Handlungsfähigkeit entsteht häufig durch andere Menschen. Kolleginnen und Kollegen können Wissen zur Verfügung stellen oder bei schwierigen Entscheidungen Rückhalt geben.
Auch eine vertrauensvolle Beziehung zur eigenen Führungskraft kann eine Ressource sein. Sie ermöglicht es, Unsicherheit anzusprechen und notwendige Klärungen einzufordern, bevor eine Situation eskaliert.
Im Coaching wird deshalb betrachtet, welche Beziehungen bereits tragen und wo Unterstützung erreichbar wäre. Ebenso kann sichtbar werden, weshalb vorhandene Kontakte bislang nicht genutzt werden können.
Organisatorische Ressourcen und Begrenzungen
Organisationen stellen Ressourcen bereit, die über persönliche Fähigkeiten hinausgehen. Dazu gehören Zeit und Informationen. Auch klare Zuständigkeiten oder ein ausreichender Entscheidungsspielraum können wirksames Handeln ermöglichen.
Fehlen solche Voraussetzungen, lässt sich die Situation nicht allein durch mehr Motivation oder bessere Selbstorganisation lösen. Eine Führungskraft kann Verantwortung nur begrenzt übertragen, wenn formale Freigaben weiterhin bei ihr liegen.
Ressourcenorientierung schließt deshalb eine realistische Betrachtung der Rahmenbedingungen ein. Sie fragt, was verfügbar ist und welche notwendigen Mittel erst durch organisatorische Entscheidungen geschaffen werden müssten.
Warum Ressourcenorientierung keine positive Umdeutung ist
Ressourcenorientierung bedeutet nicht, in jeder Belastung eine Chance finden zu müssen. Schwierige Bedingungen und begrenzte Handlungsmöglichkeiten dürfen klar benannt werden.
Ebenso wenig wird einer Person unterstellt, sie müsse lediglich ihre vorhandenen Stärken besser nutzen. Diese Sichtweise könnte strukturelle Probleme zu einer persönlichen Aufgabe machen und zusätzlichen Druck erzeugen.
Eine professionelle Ressourcenorientierung verbindet die Suche nach Möglichkeiten mit der Anerkennung tatsächlicher Grenzen. Sie untersucht, woran Veränderung anschließen kann, ohne Verantwortung einseitig auf die betroffene Person zu verlagern.
Systemisches Denken in Coaching und Organisation
Diese Seite vertieft einen einzelnen Begriff oder eine bestimmte Denkbewegung des systemischen Ansatzes. Sie gehört zu einem größeren Wissensbereich, in dem systemisches Denken aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird.
Auf der Hauptseite des Wissensbereichs erfahren Sie, was diese Denkweise auszeichnet und wie sie den Blick auf berufliche Situationen verändert. Menschen werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern in den Zusammenhängen, in denen sie handeln.
Die Hauptseite verbindet die fachlichen Grundlagen mit ihrer Bedeutung für Coaching und Organisation. Von dort aus können Sie weitere Begriffe und Denkmodelle des systemischen Ansatzes vertiefen.
Im systemischen Coaching hilft Ressourcenorientierung dabei, neben Belastungen auch bereits vorhandene Möglichkeiten sichtbar zu machen. Dabei wird nicht nur nach persönlichen Stärken gefragt, sondern ebenso nach hilfreichen Beziehungen und organisatorischen Bedingungen.
Eine Führungskraft kann beispielsweise erleben, in Konflikten grundsätzlich unsicher zu sein. Im Coaching lässt sich untersuchen, in welchen Situationen sie dennoch klar handelt und welche Unterschiede dort wirksam sind.
Solche Beobachtungen können an bereits Gelingendes anschließen. Zugleich bleibt zu prüfen, welche Ressourcen tatsächlich verfügbar sind und wo strukturelle Begrenzungen bestehen, die nicht durch persönliches Engagement ausgeglichen werden können.
Hinweis zur Entstehung: Dieser Fachtext wurde mit Unterstützung generativer KI redaktionell ausgearbeitet. Inhaltliche Konzeption und fachliche Verantwortung liegen bei den Betreibern dieser Website. Texte, die auf besonderes Interesse stoßen, werden redaktionell weiterentwickelt.
Wichtige Internetseiten
Wenn Sie Ressourcenorientierung im systemischen Coaching vertiefen möchten, bieten diese Internetseiten fachliche Einordnungen zu Ressourcen und lösungsorientierter Arbeit.
Die Beiträge erläutern Ressourcen als persönliche und soziale Möglichkeiten im jeweiligen Kontext. Sie vertiefen außerdem die Bedeutung ressourcen- und lösungsorientierter Perspektiven im systemischen Coaching.
Fragen & Antworten
Was bedeutet Ressourcenorientierung im systemischen Coaching?
Ressourcenorientierung richtet den Blick auf vorhandene Fähigkeiten und Erfahrungen sowie auf hilfreiche Beziehungen und organisatorische Möglichkeiten. Diese Ressourcen können als Ausgangspunkt für Veränderungen dienen.
Sind Ressourcen dasselbe wie persönliche Stärken?
Nein. Persönliche Stärken können Ressourcen sein. Ebenso können Unterstützung durch andere Menschen, klare Rollen oder verfügbare Informationen die Handlungsfähigkeit fördern.
Warum wird nach Ausnahmen von einem Problem gefragt?
Ausnahmen zeigen, dass eine Schwierigkeit nicht in jeder Situation gleich auftritt. Sie machen sichtbar, welche Bedingungen und eigenen Beiträge bereits zu einem anderen Verlauf beitragen.
Werden durch Ressourcenorientierung Belastungen verharmlost?
Nein. Eine professionelle Ressourcenorientierung erkennt schwierige Bedingungen und tatsächliche Grenzen an. Sie ergänzt die Problembeschreibung um die Frage, welche Möglichkeiten bereits vorhanden oder erreichbar sind.
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Vertikale Praxis mit Björn Germek
Seit unserer Rückkehr ins Münsterland entwickeln Björn und ich systheco gemeinsam als nebenberufliches Projekt.
Oft, wenn ich an seiner Bürotür vorbeikomme, sitzt er an einem neuen Text oder einer Idee. Ich erlebe, mit welcher Beharrlichkeit er Fragen verfolgt, die ihn beschäftigen. Er gibt sich nie mit schnellen Antworten zufrieden, sondern entwickelt seine Gedanken über viele Jahre hinweg kontinuierlich weiter.
Seit anderthalb Jahrzehnten beobachte ich seine Beschäftigung mit der Vertikalen Praxis als eigenständigem Zugang zu Fragen menschlicher Entwicklung. Manchmal nutze ich einzelne Gedanken daraus auch in meinen Coaching-Formaten. Das Prinzip „Kraft gegen Kraft“ macht vertraute Muster oft unmittelbar körperlich erfahrbar und eröffnet dadurch neue Perspektiven.
Ressourcenorientierung richtet den Blick auf Fähigkeiten, Erfahrungen und bereits vorhandene Handlungsmöglichkeiten. Die Seite „Selbstwirksamkeit“ beschreibt aus persönlicher Perspektive, wie das Vertrauen wachsen kann, durch eigenes Handeln wieder etwas beeinflussen zu können.