Vertikale Praxis im beruflichen Kontext

Begleitung für Menschen in verantwortungsvollen Rollen – Präsenz, Selbstregulation und Grenzen unter Druck

Berufliche Systeme funktionieren oft zuverlässig, solange Situationen überschaubar bleiben. Unter Druck verändert sich vieles: Entscheidungen werden enger, Beziehungen funktionaler und Rollen schwerer zu halten. Vertikale Praxis richtet den Blick auf Momente, in denen Spannung zwischen Menschen spürbar wird. Im Mittelpunkt stehen Präsenz, Selbstregulation und ein guter Kontakt im Umgang mit Druck.
Symbolbild zur vertikalen Praxis

Worum es hier geht

Vertikale Praxis richtet sich an Menschen in Organisationen und beruflichen Strukturen, die Verantwortung tragen: als Führungskraft, als Schlüsselperson, als Kolleg:in mit hohem Erwartungsdruck oder als jemand, der im Alltag zwischen Aufgaben, Beziehungen und Rollen vermittelt.

Im Mittelpunkt stehen innere Stabilität, eigene Grenzen und die Fähigkeit, auch unter Belastung handlungsfähig zu bleiben. Aufmerksamkeit richtet sich auf Präsenz, Selbstregulation und auf das, was im Kontakt zwischen Menschen geschieht, wenn Spannung entsteht.

Horizontal und vertikal kurz eingeordnet

Horizontal beschreibt Aufgaben, Zuständigkeiten, Prozesse und organisatorische Strukturen. Auf dieser Ebene wird geplant, abgestimmt, verteilt und entschieden.

Vertikal richtet den Blick auf den Menschen im System: Aufmerksamkeit, Selbstregulation, Kontakt und den Umgang mit Spannung. Viele Situationen lassen sich horizontal organisieren. Wenn Menschen unter Druck automatisch reagieren, Orientierung verlieren oder verhärten, braucht es vertikale Arbeit.

Systemische und körpernahe Arbeit

Systemische Arbeit betrachtet Verhalten immer im Zusammenhang mit dem Umfeld: Rollen, Erwartungen, Beziehungen und unausgesprochene Regeln wirken gleichzeitig. Körpernahe Arbeit bezieht das Nervensystem ein. Regulation kommt vor Reflexion, Stabilität vor Strategie. Mit zunehmender Stabilität öffnen sich wieder Möglichkeiten für Kommunikation und Entscheidung.

In dieser Praxis entstehen körpernahe Zugänge innerhalb eines sicheren Rahmens. Aufmerksamkeit richtet sich auf die Wahrnehmung dessen, was im Menschen unter Belastung geschieht. So entstehen neue Handlungsmöglichkeiten, während Intensität und Tempo gut abgestimmt bleiben.

Chi Sao als Herkunft und Haltungsgrundlage

Ein wichtiger Hintergrund meiner Haltung liegt im Wing Chun, besonders in der Übungspraxis des Chi Sao. Über viele Jahre hat diese Arbeit meine Wahrnehmung für Kontakt, Druck, Grenze und Reaktion geschult – unmittelbar und körperlich erfahrbar.

Chi Sao bildet einen Teil dieses Hintergrunds. Die Übungspraxis beeinflusst, wie ich Spannung wahrnehme, wie ich Präsenz verstehe und wie ich Menschen darin begleite, auch unter Druck bei sich zu bleiben.

Mehr zu meinem Chi-Sao-Hintergrund und zur Einordnung von Kontakt, Grenzen und Spannung

Britta Germek und Systemisches Coaching

systheco betreiben wir gemeinsam: meine Frau Britta und ich. Unsere Arbeit folgt unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Ich arbeite vertikal mit Präsenz, Regulation und grenzsensiblen Dynamiken. Britta begleitet Menschen im Rahmen von systemischem Coaching mit Schwerpunkten in Persönlichkeit, Führung und Zusammenarbeit.

Beide Perspektiven können nebeneinanderstehen. Wenn Menschen das wünschen, stimmen wir mögliche Formen der Zusammenarbeit offen miteinander ab.

Porträt von Britta Germek

Britta Germek

Systemisches Coaching und Beratung für Führungskräfte, Mitarbeiter*innen und Privat­personen. Begleitung bei beruflichen und persönlichen Entwicklungsprozessen sowie in heraus­fordernden Situationen. Britta bringt 25 Jahre Erfahrung aus Personal­entwicklung sowie der Arbeit mit Einzel­personen und Teams mit.

Kontakt

Bei Interesse an vertikaler Praxis beginnt der Kontakt mit einem kurzen Vorgespräch. Wir sprechen über Rolle, Fragestellung, zeitlichen Rahmen und die Form der Begleitung. Der Termin findet online statt.

bjoern.germek@systheco.de