Ich arbeite psychotherapeutisch auf Basis eines eigenen körperorientierten Ansatzes, den ich über 20 Jahre entwickelt habe. Ich nenne diesen Ansatz "Vertikale Praxis", mehr darüber im nächsten Abschnitt. Du kannst mit mir arbeiten, einzeln und / oder in einer Gruppe. Da ich kein approbierter Psychotherapeut bin, werden meine Leistungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Als Heilpraktiker für Psychotherapie wende ich mich an Selbstzahlende bzw. Privat(zusatz)versicherte im Kreis Steinfurt und im nördlichen Münsterland.
Wenn du mehr über meinen Hintergrund und die Erfahrungen erfahren möchtest, aus denen die Vertikale Praxis entstanden ist, findest du hier ein ausführlicheres Profil.
Vertikale Praxis ist ein körperorientierter psychotherapeutischer Ansatz, den ich über viele Jahre entwickelt habe. Er ist unmittelbar mit meiner Person verbunden. Deshalb beschreibe ich auf dieser Seite sehr konkret, worum es geht. Du sollst verstehen, wie die Vertikale Praxis entstanden ist und auf welchen Überlegungen sie basiert.
Die Vertikale Praxis gehört weder zur Verhaltenstherapie noch zur Psychoanalyse. Sie folgt einer eigenen Logik, die ich auf dieser Seite erläutere.
Vorlesungen zur Vertikalen Praxis
Um die Überlegungen hinter der Vertikalen Praxis nachvollziehbar zu machen,
erstelle ich seit einiger Zeit eine Reihe von Vorlesungen dazu.
Ich lade dich ein, dir diese Vorlesungen anzuhören. Neben einem besseren
Verständnis hat das den Vorteil, dass du über meine Stimme auch ein Gefühl
dafür bekommst, ob die Chemie zwischen dir und mir passen könnte.
Aber ich möchte die Lektüre der Vorlesungen nicht voraussetzen, sondern dir bereits hier einen kurzen Überblick über die wichtigsten Gedanken der Vertikalen Praxis geben. Dazu zunächst ein alltägliches Beispiel:
Stell dir vor, jemand kritisiert dich massiv. Die Aufmerksamkeit richtet sich fast sofort auf das Gesagte. Stimmt die Kritik? Wie soll ich darauf reagieren? Was soll ich jetzt tun? Viele Menschen versuchen solche Situationen horizontal zu bewältigen. Die Aufmerksamkeit bleibt bei der Kritik und bei der Frage, wie ihr begegnet werden kann. Daran ist nichts Besonderes. Die Situation verlangt nach einer Antwort.
Die Vertikale Praxis richtet den Blick auf den Menschen, der diese Kritik hört.
Was geschieht gerade mit mir?
Was ist konkret in meinem Körper los?
Wird irgendwo etwas fest?
Das nenne ich vertikal.
Zwei Menschen können dieselbe Kritik hören und dennoch unterschiedlich reagieren.
Der Unterschied liegt in der Art, wie der Mensch sich in diesem Augenblick organisiert.
Die Vertikale Praxis entstand aus der Beobachtung, dass Menschen unter Druck häufig versuchen, eine Situation zu bewältigen, während ihr Blick fast vollständig auf das äußere Geschehen gerichtet bleibt. Wenn du und ich miteinander arbeiten, schenken wir dieser körperlichen Ebene besondere Aufmerksamkeit. Die konkrete Belastung bleibt dabei genauso wichtig wie die Wahrnehmung dessen, was sie im Körper auslöst.
Dazu können wir während des Gesprächs Kontakt über die Unterarme aufnehmen. Der Kontakt schafft eine zusätzliche Möglichkeit wahrzunehmen, wie der eigene Organismus auf Druck, Nähe, Unsicherheit oder Orientierung reagiert. Ich begleite diesen Prozess mit großer Sorgfalt. Die Situation entwickelt sich in einem Tempo, das Orientierung erlaubt. Du behältst jederzeit die Möglichkeit wahrzunehmen, was geschieht und wie weit du gehen möchtest.
Aus diesem Kontakt heraus entstehen Erfahrungen, die sich durch Nachdenken allein oft nur schwer erschließen. Der Körper beteiligt sich am therapeutischen Prozess und macht etwas sichtbar, das bisher außerhalb der bewussten Wahrnehmung lag. Solche Erfahrungen verdienen Schutz. Orientierung steht deshalb über allem. Die Vertikale Praxis interessiert sich für Bedingungen, unter denen ein Mensch sich selbst begegnen und gleichzeitig im Kontakt bleiben kann.
Zwei Erfahrungswege der Vertikalen Praxis
Die körperliche Ebene der Vertikalen Praxis lässt sich auf unterschiedliche Weise erfahren. Zwei Zugänge stehen dabei im Mittelpunkt: Chi Sao als unmittelbarer Kontakt über Berührung, Druck und Bewegung sowie die Vertikale Selbsterforschung als gemeinsames Erkunden von Körperwahrnehmung, innerem Erleben und gegenwärtiger Beziehung.
Beide Seiten beschreiben ausführlicher, wie diese Erfahrungswege aussehen und welche Fragen sich in ihnen untersuchen lassen.
Am Kontaktpunkt entsteht Wirklichkeit. Bis dahin können wir über etwas nachdenken. Wir können planen, befürchten oder hoffen. Sobald eine verkörperte Begegnung stattfindet, ändern sich die Bedingungen. Nicht immer gleich zum Positiven. Manchmal wird etwas schwieriger. Manchmal tut es weh. Beispielsweise dann, wenn Trauer entsteht. In jedem Fall wird es real.
Woraus kann Kontakt entstehen?
Da gibt es Menschen, die sich mit Grenzen beschäftigen. Sie fragen sich, warum sie zu schnell nachgeben. Oder warum sie so lange kämpfen, bis niemand mehr übrig bleibt, gegen den es sich zu kämpfen lohnt.
Ein nahestehender Mensch ist gestorben. Durch Alter, Krankheit oder Suizid. Wie kann das eigene Leben von hier aus weitergehen?
Nachts wird nicht mehr geschlafen. Eine Entscheidung steht an. Der Kopf arbeitet ununterbrochen. Trotzdem entsteht keine Klarheit.
Bildlich gesprochen läuft längst Blut aus der Stirn. Trotzdem erfolgt der nächste Anlauf auf dieselbe Wand. Was geschieht da eigentlich?
Die eigene Kraft scheint irgendwo verloren gegangen zu sein. Der Alltag funktioniert noch. Gleichzeitig wird alles schwerer.
Und manchmal entsteht Interesse auf einem ganz anderen Weg. Eine Vorlesung löst Neugier aus. Jemand möchte einen neuen Blick auf die eigene Arbeit gewinnen oder interessiert sich für Erfahrungen, die außerhalb klassischer Ausbildungswege liegen.
Der erste Kontaktpunkt zwischen dir und mir ist meist eine E-Mail. Du sagst hallo und wir schauen weiter.
Vielleicht ergibt sich zunächst ein Videocall. Oder wir gehen ein paar Schritte miteinander. VHS-Abende und von mir selbst veranstaltete Kurzformate sind weitere Möglichkeiten, mich direkt kennenzulernen.
Von dort aus schauen wir weiter. Vielleicht entsteht Interesse an einer Gruppe. Vielleicht erscheint ein Einzelsetting passender. Und manchmal reicht bereits ein erster Kontakt, um eine neue Orientierung zu gewinnen.
Ich liebe es, an der Ems zu sein.
Begleite mich ein Stück, wenn du magst.
In diesem Ratgeber findest du Texte zu psychotherapeutischen Themen, regionaler Orientierung,
Wartezeiten, Selbsthilfe, Krisenhilfe und Fragen rund um seelische Belastung. Diese Beiträge dienen der Einordnung.
Sie können helfen, Begriffe, Wege und Möglichkeiten besser zu verstehen. Sie ersetzen keine persönliche Beratung,
keine Diagnostik und keine Behandlung. Viele Texte sind aus der Frage entstanden, wie Menschen sich orientieren können,
wenn sie nach psychotherapeutischer Unterstützung suchen oder ihre eigene Situation besser verstehen möchten.
Britta und ich sind verheiratet und Eltern eines tollen Jungen. Seit unserer Rückkehr ins Münsterland entwickeln wir systheco gemeinsam als nebenberufliches Projekt. Während ich in meinem Büro sitze und neue Texte schreibe, höre ich sie nebenan telefonieren. Nicht laut, aber ausreichend, um die Direktheit ihrer Stimme wahrzunehmen.
Als wir noch in Köln lebten, arbeitete Britta bei den Ford-Werken. Dort begleitete sie Führungskräfte unterschiedlicher Bereiche in Veränderungsprozessen. Britta mag die Zusammenarbeit mit hemdsärmeligen Leuten. Sie bleibt beharrlich, bis die Dinge auf den Punkt kommen. Gleichzeitig hat sie Geduld, wenn Menschen Zeit brauchen, Beobachtungen anzunehmen.